Simulation und Rekonstruktion regulierter metabolischer Netzwerke Hintergrund Gensequenzierungen
und Genexpressionsstudien liefern eine Fülle an Informationen
zur Struktur und Funktion von Lebensformen; jedoch erlauben diese
Techniken nur eine Beschreibung des Genotyps. In der Biologie ist
aber auch das äußere Erscheinunsgbild wichtig, der sogenannte
Phänotyp, der auch auf der metabolischen Ebene zu erkennen ist.
Diese metabolische Ebene ist gekennzeichnet durch Metabolite (kleine
Moleküle) und regulierende Faktoren (z.B. Proteine, einfache
Moleküle, RNA), die durch Enzyme (Biokatalysatoren) in
Biosynthesewegen und metabolische Netzwerken miteinander gekoppelt sind. Ablauf und Geschwindigkeit einer Biosynthesekette
von Enzymen ist gekennzeichnet durch Reaktionskonstanten. Neben der
eindimensionalen Biosynthesekette sind verschiedene Stoffwechselketten
miteinander verknüpft und direkt in einem metabolischen wie
indirekt in einem regulatorischen Netzwerk eingebunden. Synthetische Biologie Im Rahmen der Synthetischen Biologie wurden einzelne Module wie Enzym, Gen, Regulationsfaktor einzeln funktional und mathematisch-kinetisch beschrieben. Die heutige Herausforderung ist, diese Module wie Legobausteine aneinander zu setzen und Stoffwechselwege in vivo synthetisch zu konstruieren. Die Grundsätzlichkeit konnte in Modellorganismen gezeigt werden, allerdings fehlt der Modellbeschreibung die theoretische Modellierung dieser Stoffwechselwege in silico. Aufgabenstellung Im Rahmen der Masterarbeit soll mit vorhandener Simulationssoftware ein Biosyntheseweg modellhaft modelliert werden. Aus der Literatur bekannte enzymkinetische Daten sollen logisch miteinander verbunden werden, um den Einsatz und die Zuverlässigkeit der Software zur Rekonstruktion metabolischer Netzwerke zu prüfen und zu validieren. Software
Kontakt: Prof. Sven Rahmann |